Muss ich mit amerikanischen Salbei räuchern oder warum Salbei nicht gleich Salbei ist?

Vielleicht fragst Du dich, warum in vielen Büchern über das Räuchern vom amerikanischen Salbei die Rede ist. Kann man denn stattdessen nicht die Blätter vom Salbeistrauch aus dem Garten nehmen?

 

Die Antwort auf diese Frage ist verwirrend, denn sie lautet Ja und Nein.

 

Welche Salbeiart Du verwendest ist abhängig von dem, was Du mit dem Räuchern bezweckst. Wenn Du Dich etwas genauer mit dem Thema Salbei beschäftigst, dann wirst Du feststellen, dass es recht verschiede Arten dieser Pflanze gibt. In unserem Garten wächst im Allgemeinen der Salvia officinalis. Davon gibt es noch verschieden Unterarten, aber dieser botanische Name weist darauf hin, dass es sich um eine alte Heilpflanze handelt. Dafür steht die Bezeichnung officinalis.

 

Der Weiße Salbei dagegen heißt Salvia apiana und stammt aus dem Süden der USA und dem Nordwesten Mexikos. Er wird ebenfalls als Heilpflanze genutzt. Leider ist der Anbau unter unseren klimatischen Bedingungen mehr als schwierig. Im vergangenen Sommer erzählte mir eine Schamanin, die in Andalusien lebt, wo das Klima wärmer ist als bei uns, dass selbst dort ihr amerikanischer Salbei nicht wachsen will. Nun kann man sich vorstellen, dass die Räucherkraft einer kümmerlichen Pflanze nicht gerade optimal ist. Kauft man sich den amerikanischen Salbei aus dem Ursprungsland, hat er einen langen Transportweg hinter sich, der sich eventuell negativ auf die feinstofflichen Energien der Räucherware auswirkt.

 

Wer mit Weißem Salbei räuchert, kann folgende Wirkungen erwarten: Menschen, Räume und Wohnungen können atmosphärisch, energetisch oder spirituell gereinigt werden. Er vertreibt negative Gedanken, unliebsame Energien und neutralisiert Gerüche. Alles in Allem macht er Platz für Neues.

 

Der heimische Salbei hat eine ähnliche Wirkung. Er sorgt für Reinigung und Schutz und stärkt die Abwehrkräfte. Salbeirauch hilft bei Stress und Unruhe. Außerdem schützt er vor negativen spirituellen Erlebnissen.

 

Zugegeben, die Unterschiede sind nicht so groß. Der Erfolg einer Räucherung hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Vom verwendeten Material, von der Umgebung in der die Zeremonie stattfindet und selbstverständlich auch von dem Menschen, der für seine Fragen und Probleme eine Lösung sucht.

 

Fünf Argumente warum Du den heimischen Salbei vorziehen solltest:

  • Du kennst seine Herkunft. Er stammt entweder aus deinem Garten oder aus kontrolliertem Anbau.
  • Er hat keinen weiten Transportweg hinter sich, d.h. sein ökologischer Fußabdruck ist gering.
  •  Wenn Du seine Herkunft kennst, dann kannst Du davon ausgehen, dass Ernten, Trocknen und Verarbeiten mit der entsprechenden Achtsamkeit durchgeführt wurden.
  • Die feinstofflichen Energien, die ihn während des Wachsens beeinflusst haben, gleichen denen, die Dich umgeben. (Ihr habt also eine Wellenlänge)
  • Das Räuchern mit heimischem Salbei entspricht der europäischen Tradition, denn unser Vorfahren kannten keinen amerikanischen Salbei.
  •  Bonuspunkt: Der Preis beim Kauf (Was weiter her kommt ist meistens teurer.)