Über das Räuchern

Räuchern - Eine alte Tradition

Wer das Wort Räuchern hört, der denkt oft zuerst an Schinken oder Fisch. Mit Räuchern im eigentlichen Sinne ist jedoch weitaus mehr gemeint, als das Haltbarmachen von Lebensmitteln. In allen uns bekannten Kulturen wurde das Räuchern als spirituelle und religiöse Handlung angewendet.

Der Geruchssinn ist einer unserer wichtigsten Sinne, den wir haben. Er wird meist unterschätzt und leider viel zu oft mit chemischen Mitteln künstlich beeinflusst. Die moderne Konsumgesellschaft setzt allzu gern auf die Tatsache, dass Gerüche bei uns Emotionen auslösen. Darüber hinaus wecken sie Erinnerungen. Das ständige Riechen von Düften stumpft allerdings ab. Wir alle haben uns schon einmal bei dem Satz ertappt: „Das rieche ich nicht mehr, daran habe ich mich gewöhnt.“ Wie wichtig der Geruch jedoch ist, beweist der Volksmund: „Den kann ich nicht riechen“ ist der Ausdruck dafür, dass man jemanden nicht mag. Da haben wir die direkte Verbindung zu den gerade erwähnten Emotionen. Doch mit Gerüchen kann man noch viel mehr erreichen.

 

 

Es geht mir nicht um den Dauereinsatz chemischer Mittelchen, sondern um das Räuchern von Kräutern, deren Duft uns Klarheit, seelisches Gleichgewicht und inneres Wissen vermitteln kann.

 

 

Das Verbrennen von Pflanzen setzt chemische Prozesse frei. Deren Wirkstoffe finden sich im Rauch wieder und enthalten feinstoffliche Informationen. Diese rufen eine Resonanz in unserem Unterbewusstsein hervor. Das versorgt uns dann mit Informationen, die uns auf einem anderen Weg gerade nicht zugänglich sind. Es ist ein spiritueller Vorgang, der sich wissenschaftlich erklären lässt.

 

 

Mit diesen Mitteln arbeiteten unsere Vorfahren bereits vor der Christianisierung. Und auch das Christentum hat sich das Räuchern mit Weihrauch zu Eigen gemacht.

 

 

Wenn wir also Kräuter verbrennen, dann ist das kein Hokuspokus, sondern wir folgen einer uralten Tradition.

 

Wer dieser Handlung trotzdem den Stempel „esoterischer Hokuspokus“ aufdrücken will, der sollte sich einmal in den Drogeriemärkten im Regal von Duftkerzen, Raumsprays und ähnlichen umsehen. Der Kommerz hat längst erkannt wo die Reise hingeht.

 

 

Bevor man jedoch zu künstlichen Gerüchen mit fragwürdigen Inhaltsstoffen greift, ist es sinnvoller ausgewählte Kräuter aus bekannt Herkunft zu verbrennen. Räuchern ist keine Dauerberieselung für die Nase, sondern dient in dieser Form immer einem Zweck. Es soll bei der Lösung einer Frage oder einer Entscheidung helfen, die Gesundheitskräfte aktivieren oder Anderes bezwecken. Je nach Problematik verendet man ein spezielles Kraut oder eine Kräutermischung.  

 

 

Bei der Entscheidungsfindung kann z.B. der Beifuß helfen. Dazu verbrennst du etwas getrocknetes Kraut dieser Pflanze in einer Schale und stellst dir vor, was passieren könnte, wenn du es tust und wenn du es nicht tust. Normalerweise kommst du dann von ganz allein auf die richtige Antwort. Tu es oder lass es sein.

 

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